von Ann-Kathrin Drexler

Ach ja, wer stand nicht schon einmal vor der vielversprechenden Verpackung einer Pflegecreme
und war dann mit vielen Fragezeichen im Kopf überfordert?
Was sind all diese Inhaltsstoffe? Ist das gut für mich?
Netterweise geben viele Hersteller inzwischen Hinweise wie: ohne Silikone, frei von Aluminium,
etc.

Aber was steckt dahinter? Ist das schon alles was man wissen muss? Reicht das?
Was ist mit den anderen Inhaltsstoffen die sich anhören, als ob sie einem Chemiebaukasten
entsprungen sind?

Es ist ähnlich wie bei Lebensmitteln. Die Zutatenliste der Produkte ist lang. Aber wie so oft im
Leben gilt – weniger ist mehr! Dass die Fertigprodukte der Lebensmittelindustrie nicht gerade
gesundheitsfördernd sind, ist inzwischen bekannt. Das Thema „Clean Eating“ ist in aller Munde!
Außerdem schmeckt es bei Mutti doch immer noch am Besten – muss wohl am Selbstgekochten
liegen. Und letztendlich ist kochen doch gar nicht schwer und macht unheimlich viel Spaß.
Bereits der Streifzug über den Wochenmarkt und das Auswählen der Zutaten durch riechen und
fühlen schürt immer schon meine Vorfreude auf ein leckeres, gesundes Essen.

Wenn doch kochen so einfach ist und ich auf diese Weise beeinflussen kann was ich meinem
Körper zuführe, warum mache ich dann nicht auch meine Kosmetik selber?

In der heutigen Zeit reagieren viele Menschen allergisch auf die unterschiedlichen
Kosmetikerzeugnisse. Eine der häufigsten Ursachen ist die starke Konservierung von
herkömmlichen Fertigprodukten. Einige der üblichen Inhaltsstoffe dienen nicht der Gesundheit
und Pflege der Haut, sondern ausschließlich der Haltbarkeit und Stabilität der Cremes.
Es ist nicht selten, dass eine einfache Hautcreme aus 15 und mehr Substanzen besteht –
wesentlich weniger würden jedoch völlig ausreichen.

Bei selbstgemachter Kosmetik könnte ich selbst bestimmen was gut für mich ist. Mit nur so vielen
Zutaten wie nötig und gleichzeitig so wenig Inhaltsstoffen wie notwendig. Ich wüsste also genau
was sie enthält und könnte die einzelnen Rohstoffe auf meine individuellen Hautbedürfnisse
abstimmen.

Für die bewusste Körperpflege, egal ob für junge, reife, trockene, sensible, fettige, schuppige
oder unreine Haut, sollte man sich einmal etwas mehr mit dem Thema beschäftigen. So kann
man klären welche Rohstoffe gut für die eigene Haut geeignet sind.
Außerdem sollte bedacht werden, wie die Haut darauf reagieren könnte, wenn ungewohnte
Substanzen (auch die, regulärer industrieller Kosmetik) ausprobiert werden.
Während der Umstellung kann es durch den wiedereinsetzenden Stoffwechsel (vor allem bei
dem Verzicht auf Paraffin, Silikon und Mineralöle) in den tieferen Hautschichten zu einer Art
Reaktion kommen, die sich in Rötungen, Reizungen und Empfindlichkeiten der Haut zeigen
könnte. Diese eventuelle Unverträglichkeit ist allerdings vorübergehend und dauert in der Regel –
wenn überhaupt – nur einige Tage an. Danach kann man sich in seiner „neuen“ Haut, ohne
schlechtes Gewissen, noch wohler fühlen.

Und wissen Sie warum Sie gut auf Ihre Haut achtgeben sollten? – Sie tut es auch für Sie.
Aber dazu erzählen wir Ihnen mehr in dem nächsten Beitrag. Freuen Sie sich darauf.

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