Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen!

Der Mensch ist im Grunde ziemlich einfach gestrickt. Er vertraut entweder auf die Stimme in seinem Kopf oder auf sein Bauchgefühl. Manchmal auch auf den gesunden Mix aus beidem. Daneben werden wir aber auch von unserer Nase und allem, was sie erschnuppert, geleitet. Dieser Geruch, so lecker und appetitlich. Dieser betörende Duft, zu wem mag er gehören? Gerüche lösen in uns ganz verschiedene Gefühle aus, darunter Begierde, Hunger, Liebe und Leidenschaft. Die meisten sind positiv, so weit, so gut. Unangenehm und störend wird es aber, wenn es sich eben nicht nur um die wohltuenden und sinnlichen Düfte dreht, sondern der Schweiß nicht nur vor Aufregung auf der Stirn steht, sondern auch für olfaktorische Riechwahrnehmung sorgt – in diesem Fall die unangenehme Variante.

Grundsätzlich hat jedes Lebewesen seinen typischen Eigengeruch. Untersuchungen ergaben sogar, dass bei Familienmitgliedern mitunter ähnliche Duftprofile vorhanden sind und sogar eineiige Zwillinge selbst von ausgebildeten Spürhunden nicht einwandfrei unterschieden werden können.

Weit vor unserer Zeit, als man noch so riechen durfte oder musste, wie es die Natur bedingte, war der Geruch Erkennungsmerkmal und Lockstoff bei der Partnersuche zugleich. Aus dieser Zeit kommt wohl auch der Ursprung von „Ich kann Dich gut riechen!“

Doch warum schwitzen wir eigentlich? Es liegt nahe, dass schwitzen irgendeinen Nutzen hat und nicht nur ein Überdruckventil des Körpers für einen zu hohen Flüssigkeitspegel darstellt. Meist schwitzen wir, wenn uns warm ist – im Sommer, beim Sport oder bei Fieber. Über unsere Hautporen leitet der Körper die Kühlung unserer Hautoberfläche ein, um seine angestrebte Temperatur von +/- 37°C halten zu können. Hier fühlen wir uns in der Regel am wohlsten.
Aber auch in unangenehmen und gar beängstigenden Situationen kann es zu Schweißausbrüchen kommen. Schuld hierbei ist der erhöhte Ausstoß von Hormonen, allen voran Adrenalin. Die dadurch ansteigende Herzfrequenz ist mit Sport gleichzusetzten und führt ebenfalls zu den genannten Symptomen. Der „Angstschweiß“ geht sogar auf die Evolution zurück und signalisiert eine Kampf- oder Fluchtbereitschaft. Der Körper kühlt sich wohlwissend schonmal ab, bevor Großes von ihm erwartet wird. Darüber hinaus ist ein verschwitzter Körper schlechter zu greifen und festzuhalten.

Heutzutage ist es etwas aus der Mode gekommen, ur-menschlich zu sein. Das Verhalten in unserer Gesellschaft im Umgang mit Gerüchen ist jedoch keineswegs gleich. Während manche Menschen sich stark parfümieren und damit ihren Eigengeruch überdecken, könnten andere etwas Nachhilfe in zeitgemäßen Hygienestandards vertragen und bewirken mit unangenehmen Gerüchen, dass ihnen auf Abstand begegnet wird.

Interessant zu wissen ist, dass Schweiß an sich nahezu geruchlos ist. Was die meist als unangenehm war genommenen Düfte erklärt sind Bakterien, die auf der Haut ganz natürlich vorkommen. Beeinflusst durch unsere Gesundheit und Ernährung, können diese im feucht-warmen Milieu schnell unangenehme Gerüche entstehen lassen.

Im Bereich der Achselhöhlen wirken wir hier mit entsprechenden Mitteln entgegen. Es wird gerollt, geschmiert, gesprüht oder gepudert. Jede(r) ganz wie es ihm/ihr beliebt. Ziel ist es, die störenden Gerüche so gut es geht zu minimieren. Wir fühlen uns doch mittlerweile gesellschaftlich deutlich wohler, wenn wir unsere soziale Umwelt über andere Wege als über die des Körpergeruches beeindrucken oder für uns gewinnen möchten.

Transparenz beim Transpirant

» Welche Unterschiede gibt es? «
Viel hilft viel, aber manchmal ist gut, gut genug. Ein bisschen Verwirrung am Anfang hilft, um dem Thema genug Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es benötigt.

Warum ist gut, gut genug? Vermutlich möchte keiner unangenehm riechen und dementsprechend negativ auffallen. Auch nicht, wenn die Temperatur im Meeting-Raum über 30° C steigt, das Ausdauertraining härter wird als erwartet oder das Date tatsächlich gut läuft. Ähnlich wie bei Haarpflegeprodukten verspricht die Industrie bei der Bewerbung von Deos bis zu 72 Stunden Nässeschutz und Geruchslosigkeit. Das mag auch der Fall sein, aber nicht ohne Folgen. Das vermeintliche Zauberprodukt ist hier Aluminium. In fast jedem Anti-Transpirant kommt dieser Stoff vor. Aluminiumchlorid oder auch Aluminium Chlorohydrate (ACH) verhindert regelrecht das Schwitzen und verengt oder verschließt sogar die feinen Hautporen durch Austrocknung. Der positive Effekt: nahezu schweißfreie Achseln und nahezu kein Körpergeruch. Der negative Nebeneffekt ist jedoch, dass der natürliche Temperaturausgleich verhindert und der Körper in seinen Funktionen regelrecht gestört wird. Darüber hinaus halten sich Thesen, die Aluminium gesundheitsgefährdende Eigenschaften bis hin zu einer reproduktionstoxischen Wirkung nachsagen.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sieht die Verwendung von Anit-Transpirantien ebenfalls als kritisch an. Allein durch die tägliche Nahrung würde man noch tolerierbare Werte an Aluminium aufnehmen. Durch die zusätzliche Verwendung von entsprechenden Körperpflegeprodukten sind die Maximalwerte jedoch schnell überschritten.

Also: Ist gut doch gut genug? Unserer Meinung nach ja. Denn der Körper hat gewisse Funktionen, die er nicht ohne Grund nutzt – ob wir es möchten oder nicht.

Es muss also unterschieden werden zwischen Anti-Transpirant und Deodorant. Das eine verhindert bzw. reduziert das Schwitzen, das andere neutralisiert im besten Falle nur die störenden Körpergerüche. Gegen feuchte Achseln kann in diesem Falle nur mit entsprechender leichter, luftdurchlässiger und schnell trocknender Kleidung entgegengewirkt werden.

Um gänzlich sicher zu sein, was in einem Deo verwendet wird, ist das einfachste Mittel es selbst herzustellen. Es gibt entsprechende Rohstoffe, die auf natürliche Weise wirken und mit denen sich in wenigen Minuten ein Deo herstellen lässt. Ob als Spray, als Roller oder als Creme, entscheidet der Anwender.

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen und vertrauen Sie auf Ihren Körper. Viel hilft viel, ist aber längst nicht immer gut genug!

Deospray mit Hamameliswasser

Herstellmenge pro Rezept ca. 50 ml

Rohstoffe

Wasserphase
Hamameliswasser  |  30 ml / 28,5 g
Weingeist 96,5 % – Ethanol – unvergällt  |  20 ml / 9 g

Zusatz- und Wirkstoffe
Odex  |  1,25 ml / 25 Tropfen
Zitronensäure  |  4 Tropfen
Parfümöl Palais  |  4 Tropfen

Zubereitung

  1. Messen Sie die benötige Menge Weingeist in ein Becherglas ab und lösen Sie die benötigte Menge Odex darin.
  2. Rühren Sie anschließend das Hamameliswasser gut ein. Es entsteht eine trübe Lösung.
  3. Stellen Sie mit 4 Tropfen Zitronensäure den korrekten pH-Wert ein. Dieser sollte zwischen 5 und 5,5 liegen. Parfümieren Sie das Deospray bei Bedarf.
  4. Füllen Sie das Deospray in die vorgesehene, mit Alkohol gereinigte Zerstäuberflasche. Versehen Sie die Flasche mit einem Etikett, 
auf dem der Name des Produktes, sowie das Herstellungsdatum stehen.
    Eine Konservierung ist aufgrund des Alkoholgehaltes nicht mehr notwendig. Wir verwenden den Weingeist für eine Konservierung 
des Deo-Sprays, ebenso verstärkt dieser die Wirksamkeit des Odex.
    Vor Gebrauch schütteln!

Deocreme basisch

Herstellmenge pro Rezept ca. 70 g

Rohstoffe

Kokosöl nativ, kalt gepresst  |  37 g
Natron  |  18 g
BIO KaMa Stärke-Duo  |  11 g
Ätherisches Öl 
Salbei 100 % naturrein  |  2 Tropfen
Ätherisches Öl Lavendel traditionell 
(Bulgarien) 100% naturrein  |  2 Tropfen

Zubereitung

  1. Rühren Sie die Bio KaMa Stärke mit dem Natron zusammen.
  2. Zum KaMa-Natron Gemisch wird nun ca. 1/3 des flüssigen  (vorab im Wasserbad leicht anwärmen) Kokosöl hinzugegeben 
und anschließend gut eingerührt bis alles eine homogene Paste ergibt.
  3. Bis die für Sie persönliche ideale Konsistenz erreicht ist, kann nun Stück für Stück das restliche Kokosöl hinzugefügt und eingerührt werden.
  4. Optional runden Sie nun das Deo mit einigen Tropfen der etherischen Öle ab. Selbstverständlich können Sie hier auch andere etherische Öle nach Belieben verwenden.
  5. Die fertige Deocreme kann nun in ein mit Alkohol gereinigtes 
Gefäß nach Ihrem Geschmack umgefüllt werden. Versehen Sie 
das Gefäß mit einem Etikett, auf dem der Name des Produktes, 
sowie das Haltbarkeitsdatum stehen.
    Wenn Sie mehr Stärke verwenden, erhalten Sie eine festere Deo Creme und können diese auch in einen leeren Deo-Stick Behälter abfüllen und für 2 Stunden im Kühlschrank aushärten lassen.

Mir stinkt’s!

Muss es aber nicht!

Jeder kennt den Fall, dass unangenehme Gerüche sich hartnäckig festsetzen oder auch tief in Poren oder Fasern stecken: Wenn die Sommerkleidung im Keller zwischengelagert wurde, die Gartenauflagen nach dem Winter nicht mehr ganz so frühlingsfrisch daherkommen, nach einem ausgiebigen Spaziergang der nasse Hund im Auto wieder nach Hause chauffiert wird oder Räume, Möbel und Teppiche eine kleine Frischzellenkur vertragen würden – Beispiele gibt es zu genüge.

In der Werbung werden diverse Wundermittel angepriesen, mit denen sich unangenehme Gerüche angeblich ganz schnell und einfach bekämpfen lassen. Der erste Eindruck nach einer Anwendung mag das vielleicht sogar bestätigen. Plötzlich riecht es wieder angenehm und frisch. Meist helfen die vermeintlichen Duftwunder aber nur im ersten Moment, denn üble Gerüche werden von ihnen lediglich überdeckt und verschleiert. Teilweise entstehen sogar neue, aber dennoch störende Gerüche, da sich alt mit neu versucht zu verbinden. Eine ordentliche Ladung meist synthetischer Duftstoffe setzt sich erst einmal über die störenden Geruchsmoleküle, aber viel hilft nicht immer viel – und in diesem Fall vor allem nur kurz.

Gerüche werden nur überdeckt, nicht aber effektiv bekämpft. Es sollte jedoch vielmehr darum gehen, die Ursache zu bekämpfen. Bei oberflächlichen Verschmutzungen ist es einfach: entfernen ist hier das Mittel der Wahl. Kommen die Gerüche aber aus der Tiefe, müssen wir diesen auf den Grund gehen. Wie auch bei der Körperpflege zur Herstellung eigener Deos, übernimmt das auch hier unser Produkt Odex. Als natürliches Zinksalz der Ricinolsäure hat es die Eigenschaft, Geruchsstoffe zu binden und diese selektiv zu absorbieren. Selbst Gerüche mit aminartigen (Amine = Abkömmlinge des Ammoniaks ) Charakter wie Urin oder Fisch werden sehr gut gebunden und zersetzt.

Odex lässt sich hervorragend in Wasser oder Alkohol lösen und ist daher perfekt geeignet, um ein eigenes Raumspray oder einen Geruchsabsorber in nur einer Minute herzustellen. Und das Gute daran ist, dass Sie den größten Bestandteil der Rezeptur, nämlich Wasser, sogar schon zu Hause haben.

Geruchsabsorber

Herstellmenge pro Rezept ca. 150 ml

Rohstoffe

Odex  |  7,5 ml
Wasser  |  140 ml
Zitronensäure (flüssig oder Kalweg)  |  1,5 ml
Zubereitung
Gießen Sie das Odex in das Wasser und verrühren Sie es. Dann Zitronensäure oder Kalweg hinzugeben und alles gut umrühren. Zum Schluss die Flüssigkeit in eine Sprühflasche umfüllen und im Raum versprühen oder auf die geruchsbelastete Fläche sprühen.
Tipp: Wenn das Spray schneller trocknen soll, können 10 bis 15 ml Wasser durch Ethanol oder Isopropylalkohol ersetzt werden.
Nase zu und durch, damit Sie auch morgen noch kraftvoll durchatmen können!