Natürlicher Pflanzenschutz im Garten

Schädlinge und Pilzkrankheiten im Garten und auf dem Balkon haben schon viele Hobbygärtner zur Verzweiflung gebracht. Die schönsten Blumen sind voller Blattläuse, der Salat hat Löcher und Tomatenpflanzen beginnen zu welken, bevor die Früchte reif sind. Oftmals wird dann zur Chemiekeule gegriffen. Doch es gibt eine ganze Reihe natürlicher Mittel, um diese Plagen in den Griff zu bekommen.

Niemrohstoffe im natürlichen Gartenbau

Die Samen des indischen Niembaums sind ein hervorragendes Mittel, um Parasiten aller Art auf natürliche Weise einzudämmen. Die gemahlenen Samen werden verwendet, um daraus ein Wasserextrakt herzustellen, durch Kaltpressung der ganzen Samen kann aber auch Niemöl gewonnen oder es kann ein Niem-Presskuchen daraus hergestellt werden. Alle drei 100 % reinen Naturstoffe erfreuen sich zunehmender Beliebheit im Gartenbau, da die ganze biologische Vielfalt des Niembaumes genutzt werden kann und seine Samen für uns Menschen, unsere Haustiere und die Umwelt völlig ungiftig sind.

Die Anwendung der Niemrohstoffe ist denkbar einfach:
Die gemahlenen Niemsamen werden in Wasser eingerührt und sollten darin einige Stunden ziehen. Im Anschluss können die Pflanzen damit besprüht werden. Schädlinge meiden mit solchem Sud behandelte Pflanzen.

Der Niem-Presskuchen wird entweder mit Pflanzenerde vermischt oder einfach um die Pflanzen ausgestreut. Die Vorteile sind vielfach:

||    Der Presskuchen ist ein organischer Dünger und enthält alle wichtigen Pflanzennährstoffe.
||    Das Bodenleben wird harmonisiert, die Nährstoffverfügbarkeit 
der Pflanzen verbessert.
||    Bodenschädlinge wie Nematoden oder bodenbürtige Insekten 
wie Trauermückenlarven oder Dickmaulrüssler werden auf natürliche Weise daran gehindert sich weiter zu verbreiten.

Das Niemöl hingegen wird wie der Niemsamensud zum Besprühen der Pflanzen verwendet. Aus dem Niemöl mit dem Emulgator Rimulgan kann eine Öl-Wasser-Emulsion hergestellt werden, mit der die Pflanzen tropfnass und von allen Seiten besprüht werden. So bildet sich ein feiner Film an den Oberflächen der Pflanzen und schützt sie vor den aus dem Winterschlaf erwachenden gefrässigen Insekten. Die meisten Schadinsekten meiden die mit Niemöl behandelten Pflanzen, fressen nur sehr ungern an ihnen und meiden diese als Eiablage- und Nistplatz. Somit beugen Sie erfolgreich der gefürchteten Massenvermehrung vieler Schadinsekten vor.

Hinweis: Zur Niemmischung kann auch hervorragend dieses weitere natürliche Produkt hinzufügt werden:

Lebermoosextrakt
Durch das Lebermoosextrakt wird die Niemölmischung auch gegen pflanzenschädigende Pilzerkranungen und Bakteriosen wirksam.

Lebermoosextrakt ist ein natürliches Pflanzenstärkungsmittel und stärkt das pflanzeneigene Immunsystem, sodass sich die gefürchteten Pilzsporen und Bakterien nicht an der Pflanze entwickeln können. Es ist auch bei schon befallenen Pflanzen wirksam.

Es wird einfach in die Niemöl-Wasser-Emulsion hinein gemischt. Die Mischung sollte regelmäßig angewendet werden, damit Ihre Pflanzen nicht mehr von Pflanzenschädlingen oder Krankheiten befallen werden.

Niem in Pflanzensubstraten
Im Frühjahr ist wieder Pflanzenaufzuchtzeit. Um gesunde, kräftige Setzlinge zu erhalten, benötigen Sie ein Pflanzsubstrat, welches folgende wichtige Eigenschaften aufweisen sollte:

||    Es sollte sehr locker sein, damit sich die jungen Wurzeln ohne viel Widerstand in alle Richtungen ausbreiten können.
||    Es sollte sehr gut Wasser speichern können, da ein Austrocknen zum Absterben der sensiblen Jungpflanzen führt.
||    Es sollte ein ausgewogenes Mass an allen notwendigen Nähr
stoffen enthalten. Die Versorgung soll aber nicht zu üppig  sein, da zu viele leicht verfügbare Nährstoffe zu Pflanzen mit schwach ausgeprägten Wurzelsystem führt.
||    Es sollte frei von Schädlingen und Krankheiten sein.

All diese Eigenschaften finden wir in den Niem-Netz-Coins. Der in den Coins enthaltenen Niem-Presskuchen ist der organische Nährstoffanteil, der langsam und kontinuierlich den Pflanzen zur Verfügung gestellt wird. Auch enthält er die wertvollen Niem-Inhaltsstoffe, die auf natürliche Weise helfen, dass sich Bodenschädlinge wie Nematoden oder die Trauermückenlarven ausbreiten. Zudem immunisiert er Jungpflanzen in den ersten Lebenswochen, da ihre Wurzeln noch in der Lage sind, die Niemstoffe aufzunehmen.

Rezepte für einen natürlichen Pflanzenschutz

Gemahlene Niemsamen: 50 g gemahlenen Niemsamen in 1 Liter Wasser einrühren. Kurz kräftig durchrühren und dann rund 3 Stunden ziehen lassen. Den Sud dann durch ein Baumwolltuch abgießen und anschließend die Brühe mit einer Sprühflasche tropfnass auf die Pflanzen auftragen. Den wässrigen Niemsamenbrei um die Pflanzen verteilen, damit er als Dünger wirken kann.

Niem-Presskuchen: Die einfachste Form ist, den Presskuchen auszustreuen. Es reichen ca. 30 g pro qm. Der Presskuchen kann auch mit Pflanzenerde vermischt werden. Hierzu sollten pro Liter Erde etwa 30 g Niempresskuchen verwendet werden. Damit erhalten Sie eine gut gedüngte Erde, die von Schädlingen gemieden wird. Aus dem Presskuchen kann auch ein Sud wie aus den gemahlenen Niemsamen hergestellt werden. Hierfür reichen allerdings 30 g pro Liter Wasser.

Niemöl: Um eine Öl-Wasser-Emulsion herzustellen, wird das Öl zuerst mit einem geeigneten Emulgator versetzt – wir empfehlen das Rimulgan im Verhältnis 4 Teile Niemöl + 1 Teil Rimulgan. Anschliessend wird diese Mischung in einer Konzentration zwischen 0,5 und 1% in Wasser gelöst (5 bis 10 ml pro Liter Wasser). Damit sollen die Pflanzen ab dem Austrieb alle 2 bis 3 Wochen tropfnass besprüht werden. Mischen Sie die 
Mischung hiermit:

Lebermoosextrakt: In die fertige Niemöl-Wasser-Emulsion wird pro Liter 5 ml Lebermoosextrakt hinzugefügt. Die fertige Emulsion und den Sud nicht länger als 24 Stunden aufbewahren.