von Ann-Kathrin Drexler

Im vergangenen Sommer hat meine Nichte Abitur gemacht. Und wie alle lustigen Abiturienten, denen das Leben noch offen steht, haben sie sich ein lustiges Motto ausgedacht: Perme-ABIlität. Meine Schulzeit ist ja nun doch schon ein paar Tage her, die Bedeutung dieses Wortes war mir nicht mehr so klar. Vor allem nicht als Abimotto. Aber es bedeutet soviel wie: nur die besten kommen durch! Ziemlich cleveres Motto wie ich finde. Scheinbar haben die da wirklich etwas gelernt.

Das Wort „Permeabilität“ stammt vom lateinischen „permeare“ und bedeutet soviel wie „durchgehen“ oder „passieren“. Es beschreibt die Durchlässigkeit eines Materials für bestimmte Stoffe (z.B. die des Bodens für Wasser). Und genau darum geht es uns natürlich auch bei unserer Haut. Nur das gute Zeug soll durchkommen. Und unsere Haut hat im Laufe der Jahrhunderte auch einiges gelernt.

Um die Struktur von Cremaba HT zu verstehen, unserer tollen Cremebasis um die sich in diesem Blog letztlich alles dreht, muss man mehr über die Entwicklung dieser natürlichen Permeabilitätssperre „Haut“ wissen. Daher heiße ich Sie hiermit zu einer kleinen, theoretischen Biologie-Stunde willkommen:

Vor Millionen von Jahren während des Evolutionsprozesses, als Tiere aus dem Wasser auf das Land abwanderten, wurde Ihre Haut mit einem vollständig neuen biochemischen und physiologischem Problem konfrontiert. Eine biologische Abgrenzung zwischen dem Wasser innerhalb des Körpers zu der trockenen, rauen Außenwelt musste her. Ein Mechanismus, der die Regulierung des Wasserdampfaustauschs und somit dem Feuchtigkeitsverlust vom Körper nach außen sicherstellt und gleichzeitig den Körper vor dem Eindringen schädlicher Stoffe und Krankheitserreger schützt.

Und tata…obwohl unsere menschliche Haut sehr dünn ist (nur einige Millimeter, welche die äußere Atmosphäre von den Blutkapillaren trennen) ist sie in den meisten Fällen bemerkenswert beständig gegen das Eindringen fremder Substanzen. Obwohl der Evolutionsprozess von Wasser auf Land schon Millionen von Jahren her ist, dauerte es bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, bevor Wissenschaftlern klar wurde, dass sich diese Sperre in unserer Oberhaut (der sog. Epidermis) befinden muss. Diese besteht aus fünf Schichten von denen hier die Oberste für uns besonders interessant ist: die Hornschicht (Stratum Corneum).

Also… diese sehr diffizil organisierte, biologisch „tote“, dünne Hautschicht besteht aus kunstvoll angeordneten, abgestorbenen Grundzellen der Haut, den sogenannten Corneozyten. Daher übrigens auch der Begriff „Stratum Corneum“. Und diese Hautschicht bildet tatsächlich eine der wirksamsten Barrieren, die es in der Biologie überhaupt gibt. Unsere Haut ist so ein tolles und wunderbares Organ – die hat schon mal die Note 1 mit Sternchen verdient.

Dass mineralische Fette (sog. Lipide), die sich in der Hornschicht einlagern, für die Sperrfunktion der Haut verantwortlich sind, erkannte die dermatologische Wissenschaft erst in den letzten 20 Jahren. Man kann sich das so vorstellen: Die Lipide füllen den Raum zwischen den Corneozyten, wie der Mörtel die Fugen in einer Ziegelwand.

Durch Elektronenmikroskop-Bilder fand man heraus, dass die Lipide wie parallele Lamellen angeordnet sind – der Beweis für die Lamellenlipidstruktur. Und genau diese Anordnung ist es, die für die Sperrfunktion von herausragender Bedeutung ist. Die natürliche Struktur stellt nämlich einen 100 bis 10.000mal größeren Schutz dar, als Lipide wenn sie nicht lamellar vernetzt wären.

Genau auf Grund dieser Erkenntnis wurde Cremaba HT in Zusammenarbeit mit Dermatologen entwickelt. Sie ist eine vollständig neue Art Creme, bei der durch ein spezielles High-Tech Verfahren die natürliche, lamellare Hautmatrix mit Ihren Lipiden reproduziert wird. Somit besteht Cremaba HT ausschließlich aus natürlichen, hautidentischen Lipiden, was optimale Voraussetzungen schafft, Wirkstoffe in die Haut einzuschleusen. Ziemlich clever und einleuchtend, finde ich – 15 Punkte.

So, jetzt aber Schluß mit dem Biologie- und Chemieunterricht. Den theoretischen Teil unseres „Haut-Abiturs“ haben Sie hiermit bestanden. 😉
Somit können wir uns im nächsten Beitrag der Praxis zuwenden. Bis dahin werde ich mir schonmal ein paar feine Wirkstoffe überlegen, mit denen wir unserer hochintelligenten Basiscreme Cremaba HT eine herbstliche „Note“ verpassen.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Anregungen.